Welche Vitalstoffe könnten bei COVID-19 Infektionen eine Rolle spielen? | Allgemeines

Wissenschaftler aus Großbritannien haben in einem Review eine Übersicht zu möglichen Mikronährstoffen erstellt, die in einem Zusammenhang mit COVID-19 Infektionen von Bedeutung sein könnten. Sie fokussierten sich in dem Review vor allem auf Risikogruppen für schwere Infektionsverläufe, da insbesondere solche Menschen aufgrund von Vorerkrankungen oder medikamentöser Therapien häufiger einen Vitalstoff- bzw. Mikronährstoffmangel aufweisen.

Als bedeutende Vitalstoffe stellten die Wissenschaftler vor allem die Vitamine A, C, D und E heraus. Ebenso schrieben sie den Spurenelementen Selen und Zink eine wichtige Rolle für die Immunfunktion zu. Demnach könnte schon die Korrektur suboptimaler Serumspiegel dieser Vitalstoffe, das Risiko für COVID-19 Infektionen senken.

Eine ausreichende Zufuhr und ein optimaler Versorgungsstatus immunrelevanter Mikro- und Vitalstoffe könnte das Risiko für COVID-19 Infektionen und schwere Verläufe insbesondere von Risikogruppen senken.  
 

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrsstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D pro Tag fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)
 

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin E (Nationale Verzehrsstudie II 2008)
In der Altersgruppe vom 19. - 80. LJ. erreichen nur circa 50 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen durchschnittlich circa 7 mg Vitamin E täglich, den Frauen fehlen entsprechend circa 6 mg am Tag.
(DGE-Empfehlungen: m. 19. - 24. LJ 15 mg/Tag, m. 25. - 50. LJ. 14 mg/Tag, m. 51. - 64. LJ. 13 mg/Tag, m. 65 > LJ. 12 mg/Tag, w. 19. - 64. LJ. 12 mg/Tag, w. 65 > LJ. 11 mg/Tag).

McAuliffe S, Ray S, Fallon E, et al.
Dietary micronutrients in the wake of COVID-19: an appraisal of evidence with a focus on high-risk groups and preventativehealthcare.
BMJ Nutrition, Prevention & Health. 2020 Juni