Vitamin K2 beugt Muskelkrämpfen bei Dialysepatienten vor | Allgemeines

Viele Dialysepatienten sind regelmäßig mit Muskelkrämpfen konfrontiert. So führen Muskelkrämpfe nicht selten zum Abbruch von Dialysesitzungen. Um die Behandlung von Muskelkrämpfen zu verbessern, sind evidenzbasierte Präventions- oder Behandlungsstrategien erforderlich. Um die Behandlung von Muskelkrämpfen voranzutreiben, wurde in einer aktuellen multizentrischen, randomisierten, placebokontrollierten klinischen Crossover-Studie die Wirkung von Vitamin K2 für die Verringerung der Häufigkeit und Schwere von Muskelkrämpfen bei Hämodialyse-Patienten untersucht.

Jeder Proband erhielt für zwei 4-wöchige Phasen entweder Vitamin K2 (360 µg/d) oder ein Placebo und wechselte dann nach einer zweiwöchigen Wash-Out-Phase zum anderen Arm für wiederum zwei 4-wöchige Phasen. Der primäre Endpunkt war die Häufigkeit von Muskelkrämpfen bei Vorliegen der Huntington-Krankheit. Die sekundären Endpunkte waren Schwere und Dauer der Muskelkrämpfe während der Huntington-Krankheit.

Neunzehn Patienten in der Vitamin-K2-Anfangsgruppe und 20 in der Placebo-Anfangsgruppe wurden in die Endanalyse aufgenommen. Vitamin K2 reduzierte signifikant die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Muskelkrämpfen bei Huntington-Patienten. Nach dem Wechsel zum Placebo nahmen die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Muskelkrämpfen wieder zu.

Die vorliegende Studie zeigt, dass eine Vitamin-K2-Supplementierung die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Muskelkrämpfen bei Huntington-Patienten verringern könnte.

Xu D, Yang A, Ren R et al
Vitamin K2 as a potential therapeutic candidate for the prevention of muscle cramps in hemodialysis patients: A prospective multicenter, randomized, controlled, crossover pilot trial
Nutrition. 2022 Januar