Vitamin D beeinflusst Risiko für Krankenhauseinlieferung und Aufenthaltsdauer | Allgemeines

Viele gesundheitlich positive Eigenschaften können Vitamin D bereits zugesprochen werden. Laut den Ergebnissen einer irischen Studie kann sich nun eine weitere positive Wirkung einreihen. Ziel der Studie war die Ermittlung eines Zusammenhangs zwischen dem Vitamin D-Status von über 60-jährigen und der Wahrscheinlichkeit, aufgrund eines gesundheitlichen Vorfalls in ein Krankenhaus oder Notaufnahme aufgenommen werden zu müssen. Die Kohorte bestand aus 3.093 Senioren.

Im Folgezeitraum von durchschnittlich 3,6 Jahren wurden 1.269 Senioren ins Krankenhaus und 1.577 Senioren in die Notaufnahme eingeliefert. Senioren, für die der Besuch einer Notaufnahme notwendig war, hatten durchschnittlich deutlich niedrigere Vitamin D-Spiegel als nicht eingelieferte Senioren (59.1 vs. 70.6 nmol/L). Das gleiche Bild zeigte sich auch bei Senioren, für die ein Krankenhausaufenthalt notwendig war (58.4 vs. 69.3 nmol/L). Die Auswertung zeigte, dass es einen inversen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Status und dem Risiko für eine Einlieferung in ein Krankenhaus oder eine Notaufnahme gab. Ebenso konnte ein inverser Zusammenhang zwischen der Dauer des Krankenhausaufenthalts und dem Vitamin D-Spiegel ermittelt werden.

Ein guter Vitamin D-Status scheint den Ergebnissen der Studie nach zu urteilen vor allem im Alter den Bedarf von Krankenhausaufenthalten zu reduzieren.
 

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrsstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Beirne A, McCarroll K, Walsh JB, Casey M, Laird E, McNulty H, Ward M, Hoey L, Molloy AM, Healy M, Hughes C, Strain S, Cunningham C.
Vitamin D and Hospital Admission in Older Adults: A Prospective Association
Nutrients. 2021 Februar; 13(2): 616