Omega-3-Fettsäuren unterstützen die körperliche Entwicklung des Nachwuchses | Allgemeines

Übergewicht während der Schwangerschaft geht mit unterschwelligen Entzündungsreaktionen im Körper der Mutter einher, die das gesunde Wachstum des Ungeborenen negativ beeinflussen. Eine ausreichende Zufuhr mit den marinen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) scheint diese negativen Einflüsse bei übergewichtigen Schwangeren zum Teil zu kompensieren. Ärzte des Brigham and Women's Hospital in Boston untersuchten in einer placebokontrollierten Studie den Einfluss einer EPA- und DHA-Supplementation auf die Schwangerschaftsdauer sowie die Körperzusammensetzung und Größe des Kindes nach der Geburt. 72 Schwangere mit einem BMI von 25 oder höher erhielten ab der 10. bis 16. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt täglich entweder ein Supplement mit 2.000 mg EPA und DHA oder ein Placebo mit Maiskeimöl.

Frauen der Omega-3-Gruppe hatten durchschnittlich eine längere Schwangerschaftsdauer. Der Nachwuchs hatte ein signifikant höheres Geburtsgewicht und einen signifikant höheren Anteil fettfreier Masse.

Die Autoren schlussfolgern, dass die Einnahme von EPA und DHA während der Schwangerschaft das Wachstum und die Körperzusammensetzung des Neugeborene positiv beeinflusst und negative Auswirkungen durch das Übergewicht der Mutter kompensieren könnten.

Monthé-Drèze C, Sen S, Hauguel-de Mouzon S, Catalano PM.
Effect of Omega-3 Supplementation in Pregnant Women with Obesity on Newborn Body Composition, Growth and Length of Gestation: A Randomized Controlled Pilot Study.
Nutrients. 2021 Februar; 13(2): 578