Vitamin D und diabetische Retinopathie: Metaanalyse | Allgemeines

Eine aktuelle Metaanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der diabetischen Retinopathie haben könnte. Insgesamt wurden die Daten von 14 Beobachtungsstudien mit mehr als 10.000 Teilnehmern ausgewertet.

Ergebnisse
Die Wissenschaftler kamen nach Auswertung aller Daten zu dem Ergebnis, dass das Risiko für einen Vitamin D-Mangel um 27 % erhöht war, wenn die Teilnehmer eine diabetische Retinopathie aufwiesen. Es zeigte sich ebenfalls, dass Erkrankte signifikant geringere Vitamin D-Spiegel hatten, als gesunde Kontrollpersonen.

Zusammenfassung
Der Vitamin D-Status von Personen mit einer diabetischen Retinopathie ist schlechter, als der von gesunden. Ob Vitamin D eine Rolle in der Entstehung der Erkrankung spielt, muss noch geklärt werden.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Zhang J, Upala S, Sanguankeo A.
Relationship between vitamin D deficiency and diabetic retinopathy: a meta-analysis.
Can J Ophthalmol. 2017 April; 52(2): 219-24