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Gehirnfitness: Vitamin D erhält kognitive Funktionen im Alter | Allgemeines

Vitamin D hat neuroprotektive Eigenschaften und könnte vielleicht die Alterung des Gehirns verlangsamen. Eine kürzlich veröffentlichte Kohortenstudie mit 1.202 Teilnehmern im Alter von über 60 Jahren untersuchte aus diesem Grund einen Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Plasmakonzentration der einzelnen Teilnehmer und deren kognitivem Abbau im Alter. Zur Erfassung der kognitiven Entwicklung absolvierten die Teilnehmer zu Beginn und nach durchschnittlich zwei Jahren einen Mini-Mental-Status-Test (MMST).

Ergebnisse
Teilnehmer mit einem schlechten Vitamin D-Status hatten ein erhöhtes Risiko für einen kognitiven Abbau. Im Vergleich mit den Teilnehmern mit einer hohen Vitamin D-Konzentration (Quartil 4) erhöhte sich das Risiko für alle anderen um mehr als das doppelte, sich während der zwei Jahre um mehr als drei Punkte beim MMST zu verschlechtern. Auch zeigte sich, dass Teilnehmer mit einer anfänglich geringen Vitamin D-Konzentration  3,2-fach häufiger kognitive Defizite aufwiesen als die am besten versorgten.

Zusammenfassung
Ein optimaler Vitamin D-Status könnte, nach den Erkenntnissen dieser Studie, Einfluss auf die kognitive Entwicklung im Alter nehmen.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Matchar DB, Chei CL, Yin ZX, Koh V, Chakraborty B, Shi XM, Zeng Y.
Vitamin D Levels and the Risk of Cognitive Decline in Chinese Elderly People: the Chinese Longitudinal Healthy Longevity Survey.
J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oktober; 71(10): 1363-8