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Zinkkonzentration im Blut beeinflusst Depressionen | Allgemeines

Wissenschaftler der Universität von Toronto belegten in einer Meta-Analyse einen Zusammenhang zwischen einer niedrigen Zinkkonzentration im Blut und Depressionen. Dazu analysierten sie die Daten von 1.643 depressiven und 804 gesunden Personen aus 17 Studien, wobei die Zinkkonzentration im Blut als gewichtete mittlere Differenz (WMD) einbezogen wurde.

Ergebnisse
Im Vergleich zu der Kontrollgruppe waren die Zinkkonzentrationen der depressiven Personen um ungefähr 1,85 µmol/l (95 % Konfidenzintervall (KI): -2,51 µmol/l bis -1,19 µmol/l; P < 0,00001) niedriger. Ferner zeigte sich in Studien, die die Stärke der depressiven Symptome quantifizierten, dass die Depressionsschwere mit abnehmender Zinkkonzentration zunimmt (P = 0,026). Studien, mit hoher methodischer Qualität und Studien, deren Daten von stationären Patienten stammten zeigten zudem stärkere Effekte als allgemeinere Studien.

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Meta-Analyse belegen folglich, dass Depressionen mit den Zinkkonzentrationen im Blut assoziiert sind. Eine ausreichende Versorgung von depressiven Personen mit dem Mikronährstoff erscheint daher empfehlenswert.

Hinweis zum Versorgungszustand von Zink (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe der Frauen vom 19. - 64. LJ. erreichen 73 - 83 % die Zufuhr-Empfehlung. Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen circa 2,3 mg Zink. In der Altersgruppe der Männer vom 19. - 80. LJ. erreichen nur 56 - 62 % die Zufuhr-Empfehlung. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen circa 3,5 mg Zink.
(DGE-Empfehlungen: m. 10 mg/Tag, w. 7 mg/Tag)

Swardfager W, Herrmann N, Mazereeuw G, Goldberger K, Harimoto T, Lanctôt KL
Zinc in Depression: A Meta-Analysis
Biological Psychiatry. 2013 Juni