Mikronährstoffe machen den Unterschied bei Alzheimer | Allgemeines

Beim Vergleich der Ernährungsgewohnheiten und des Mikronährstoff-Status von Gesunden mit denen von Alzheimer-Erkrankten kommen interessante Unterschiede zum Vorschein. Wissenschaftler publizierten nun in der renommierten Fachzeitschrift Nutrients die Ergebnisse ihr Fall-Kontroll-Studie. 110 Patienten mit moderater Alzheimererkrankung und 60 gesunde Personen nahmen an der Studie teil. Die Teilnehmer hatten ein Alter von mindestens 52 Jahren.

Patienten mit Alzheimer hatten signifikant geringere Serumkonzentrationen der Mikronährstoffe Selen und Zink sowie eine schlechtere antioxidative Gesamtkapazität (TAS). Auch das Verhältnis von Kupfer zu Zink war bei Alzheimerpatienten signifikant höher. Kupfer gilt als Oxidans, Zink hingegen unterstützt antioxidative Prozesse im Körper. Der Verlauf der Alzheimerkrankheit, gemessen anhand des Mini-Mental-Status-Tests (MMST), korrelierte mit der TAS. Eine hohe Kupferkonzentration über dem Normwert korrelierte mit niedrigen MMST-Werten.

Patienten mit Alzheimer haben signifikant geringere Serumkonzentrationen wichtiger antioxidativer Mikronährstoffe. Dies könnte ein wichtiger Ansatz in der Therapie sein, da oxidativer Stress neurodegenerativen Prozesse vorantreibt.


Socha K, Klimiuk K, Naliwajko SK, Soroczyńska J, Puścion-Jakubik A, Markiewicz-Żukowska R, Kochanowicz J.
Dietary Habits, Selenium, Copper, Zinc and Total Antioxidant Status in Serum in Relation to Cognitive Functions of Patients with Alzheimer's Disease.
Nutrients. 2021 Januar; 13(2): 287