Kann Chili die Lebenszeit verlängern? | Allgemeines

Der Verzehr von Chili ist ein klassischer Bestandteil der mediterranen Ernährung. Im Rahmen der Moli-Sani-Studie haben Wissenschaftler nun untersucht, welchen gesundheitlichen Einfluss ein regelmäßiger Chiliverzehr hat. Dazu wertete eine italienische Arbeitsgruppe die Daten von 22.811 Frauen und Männern aus, die an der prospektiven Kohortenstudie des Moli-Sani-Projektes teilgenommen hatten. In der Studie wurde der Chilikonsum erfasst und in 4 Kategorien eingeteilt (nie/selten, bis zu 2-mal pro Woche, 2-4-mal pro Woche, > 4-mal pro Woche). Die Daten zum Chiliverzehr wurden nach statistischer Bereinigung möglicher Störfaktoren mit dem Sterblichkeitsrisiko abgeglichen.

Während eines Beobachtungszeitraumes von 8,4 Jahren verstarben 1.236 Teilnehmer. Personen mit einer Verzehrhäufigkeit von mehr als 4-mal Chili pro Woche verstarben im Vergleich zu solchen, die selten oder nie Chili verzehrten, um 23 % seltener. Die Häufigkeit einer kardiovaskulären Sterblichkeit in diesem Zeitraum nahm sogar um 34 % ab. Noch stärker fiel der Effekt bei Todesfällen durch ischämische Herzerkrankungen oder zerebrovaskuläre Ursachen aus, die um 44 % bzw. 61 % reduziert werden konnten.

Auf Datenlage der Moli-Sani Studie konnten die Autoren erstmalig aufzeigen, dass der Verzehr von Chili das Risiko der Sterblichkeit im Allgemeinen und aufgrund kardiovaskulärer Ursachen signifikant senken kann.

Bonaccio M, Di Castelnuovo A, Costanzo S, Ruggiero E, De Curtis A, Persichillo M, Tabolacci C, Facchiano F, Cerletti C, Donati MB, de Gaetano G, Iacoviello L; Moli-sani Study Investigators.
Chili Pepper Consumption and Mortality in Italian Adults.
J Am Coll Cardiol. 2019 Dezember; 74(25): 3139-49

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