Vitamin D beeinflusst Demenz- und Alzheimer-Risiko | Allgemeines

Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D kann das Risiko für Demenz und Alzheimer verdoppeln. In einer prospektiven Kohortenstudie mit insgesamt 1.658 älteren Teilnehmern ohne schwere Erkrankungen, untersuchte ein Forscherteam einen möglichen Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem Risiko für eine Demenz- oder Alzheimererkrankung. Sie erfassten von allen Teilnehmern zu Beginn der Studie die 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D)-Konzentration im Serum. Nach durchschnittlich 5,6 Jahren entwickelten 171 Personen eine Demenz, davon waren 102 an Alzheimer erkrankt.

Ergebnisse
Teilnehmer mit 25(OH)D-Konzentrationen zwischen 25 nmol/L und 50 nmol/L erkrankten 53 % (95 % Konfidenzintervall (KI): 1,06 - 2,21) häufiger an Demenz und 69 % (95 % KI: 1,06 - 2,69) häufiger an Alzheimer als ausreichend versorgte Teilnehmer mit 25(OH)D-Konzentrationen >50 nmol/L. Bei einem schweren Vitamin D-Mangel (25(OH)D-Konzentration
Zusammenfassung
Neben der etablierten Funktion im Knochenstoffwechsel scheint Vitamin D auch einen Einfluss auf das Demenz- und Alzheimerrisiko aufzuweisen.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Littlejohns TJ1, Henley WE1, Lang IA1, Annweiler C1, Beauchet O1, Chaves PH1, Fried L1, Kestenbaum BR, Kuller LH, Langa KM, Lopez OL, Kos K, Soni M, Llewellyn DJ
Vitamin D and the risk of dementia and Alzheimer disease
Neurology. 2014 September; 83(10): 920-8

Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.