Antioxidantien und Morbus Alzheimer
In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem Ernährungsstatus und der kognitiven Leistungsfähigkeit besteht.
H. Cena und seine Mitarbeiter/-innen verglichen 35 Patienten, die an Morbus Alzheimer erkrankt sind, mit gesunden Kontrollpersonen. Analysiert wurden die anthropometrischen Daten und Plasmabiomarker. Es wurden neuropsychologische Tests und Untersuchungen zum Ernährungsstatus durchgeführt.
Ergebnisse
Im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen wiesen die Patienten mit Morbus Alzheimer durchschnittlich geringere BMI, Arm- und Armmuskulaturumfänge sowie Hautfaltendicken der Trizeps auf.
In den kognitiven Leistungstests (Mini-Mental-State-Examination) und Tests zum Ernährungszustand (Mini Nutritional Assessment) zeichneten sich im Vergleich zu den Kontrollpersonen reduzierte Scores ab.
Die Plasmawerte für Lutein, Zeaxanthin, Beta-Kryptoxanthin, Lycopin, Alpha-Tocopherol und Askorbinsäure waren bei den Patienten mit Morbus Alzheimer signifikant geringer (p < 0.05), ebenso die Konzentrationen an Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase.
Zusammenfassung
Patienten mit Morbus Alzheimer weisen reduzierte Plasmakonzentrationen und Aktivitäten an Antioxidantien auf. Eine Analyse dieser Werte könnte zur Vorhersage eines Morbus Alzheimer geeignet sein. Die zusätzliche Zufuhr von Antioxidantien ist zur frühen Intervention angezeigt.
Turconi G, Simonetti P, Brusamolino A, Rondanelli M, Roggi C, Cena H
Nutritional and Plasma Antioxidant Status Assessment in a Group of Old Alzheimer’s Inpatients
Journal of Nutrition & Food Sciences. 2011 März

